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Die Vermittlung der internationalen Kindesannahme ins Ausland

Zur Vermittlung der Kindesannahme ins Ausland ist nur das Amt berechtigt.
Um die Vermittlung der Adoption können ersuchen:
•    die Ehepaare (nur Eheleute können ein Kind als gemeinsames Kind annehmen)
•    allein lebende Personen
 Es ist nicht erlaubt, dass Paare des gleichen Geschlechts ein Kind annehmen.

Die Vorgehensweise bei der internationalen Kindesannahme ins Ausland:

Der Antrag

Die Antragsteller wenden sich an das Amt mittels des zentralen Organs des annehmenden Staates mit dem Antrag auf die Einordnung in die Antragstellerevidenz. Als Antragsbeilagen müssen die Antragsteller viele Dokumente vorlegen, die ihren Personal- und Vermögensstand und Bedingungen betreffen, die die Möglichkeit, ein Adoptionsantragsteller zu werden, bescheinigen. Ein häufiger Mangel der Anträge ist ein unvollständiges oder nicht genügend ausreichendes psychologisches Gutachten. Das Gutachten sollte von einem Psychologen verfasst werden, der Erfahrungen mit Ersatzfamilienpflege hat und vom zentralen Organ zu Beurteilung der Antragsteller genehmigt wurde.

Matching

Aufgrund der Kindes- und Elternunterlagen führt das Amt sog. Matching durch, das heißt Auswahl von konkreten Antragstellern für ein konkretes Kind. Über die Auswahl werden die Antragsteller  vom Amt durch das zentrale Organ des zuständigen Aufnahmestaates, der die vom Amt durchführte Auswahl beurteilt, informiert.

Die Interaktion

Im Fall, dass die ausgewählten Antragsteller nach gründlicher Abwägung interessiert sind, das Kind kennen zu lernen, vereinbart das Amt nach Absprache mit der Anstalt, wo das Kind lebt, einen Termin der Interaktion. Die Grundzeit, die die Antragsteller obligatorisch mit dem Kind im Kontakt verbringen sollen, ist 7 bis 10 Tagen. Je länger diese Zeit ist, desto besser, ein Zeitraum bis zu 3 Wochen wird bevorzugt. Von Fachpersonal der Anstalt wird ein Bericht über dem Besuch erstellt, der dem Amt übergeben wird. Die Interaktion wird auch von einem Amtspsychologen, der den Antragstellern die Unterstützung gewährt, übergewacht.

Die Entscheidung über Anvertrauen des Kindes in die Voradoptionssorge

Nach Kennenlernen des Kindes sind die Antragsteller verpflichtet, dem Amt persönlich mitzuteilen, ob sie die Absicht haben, das Kind in ihre Pflege zu übernehmen und es in der Zukunft zu adoptieren.  Das Kind wird in die Voradoptionspflege auf Grund der Entscheidung des Amtes anvertraut. Eine aus der Voraussetzung für Erlassen dieser Entscheidung ist die Zustimmung des Zentralorgans des annehmenden Staates.

Sobald die Entscheidung rechtskräftig wird und dem Kind ein Reisedokument erlassen wurde, ist es möglich, das Kind aus der Anstalt, wo es gesetzt wird,  abzuholen und mit ihm nach annehmendem Staat zu reisen.

Entwicklungsberichte

Nach Anvertrauen des Kindes in die Voradoptionspflege sind die zentralen Organe, bzw. die beauftragten Organisationen im annehmenden Staat, verpflichtet, die Berichte über die Situation des Kindes in der Familie (sog. follow-up-reports) zu senden. Eine Person, die mit Erstellen dieses Berichts beauftragt wurde, besucht persönlich die Familie und führt die Untersuchung durch. Über die Untersuchung wird ein Bericht erstellt, zu dem das aktuelle ärztliche Zeugnis und die Fotos des Kindes mit den anderen Familienmitgliedern beigefügt werden. Dieser Bericht wird nach 1, 3, 6, 9, 12, 18, 24, 36 und 48 Monaten nach Umsiedlung des Kindes in den fremden Staat ausgearbeitet.

Die Entscheidung über Zustimmung mit der Kindesannahme

Nach sechs Monaten von Umsiedlung des Kindes in den annehmenden Staat und nach Vorlegung von drei Berichten können die Personen, denen das Kind in Voradoptionspflege anvertraut wurde, einen Antrag auf Zustimmung mit der Kindesannahme ins Ausland stellen. Diese Zustimmung ist eine notwendige Voraussetzung für die Kindesannahme.

Der Kindesannahmeabschluss

Über eigene Kindesannahme wird ein Verfahren im Annahmestaat geführt. Sobald es zur Kindesannahme im Ausland kommt, benachrichtigt der annehmende Staat den Herkunftsstaat, er sendet ihm vorgeschriebene Urkunde, die bestätigt, dass die Annahme in Übereinstimmung mit dem Übereinkommen verwirklicht wurde.

 

Kontakt

Amt für den internationalen Kinderrechtsschutz

Silingrovo namesti 3/4
602 00 Brno, Tschechische Republik

tel.: 00420 542 215 522

> Ausführliche Kontaktangaben

 

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Andere Termine für Beratung sind erst nach vorheriger telefonische Verabredung möglich.

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